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Der Ursprung der „Surrealen Visionen“

In den Händen zu halten, was der Künstler Peer Kriesel beim Erschaffen seiner faszinierenden „Surrealen Visionen“ – eine Serie von 50 Editionen – berührte, ist eine seltene Gelegenheit, die Essenz künstlerischer Schöpfung zu erfahren. Dieses Moleskine-Skizzenbuch ist nicht nur der Ursprung einer bemerkenswerten Edition mit über 50 Seiten voller fein-handgezeichneter Details, sondern auch ein Fenster in den kreativen Prozess eines zeitgenössischen Surrealisten.

Peer Kriesel, 1979 in Berlin geboren, setzt sich in seinem Werk intensiv mit der „Identität und den Werten im Zeitalter des digitalen Wandels“ auseinander. Seine „Surrealen Visionen“ sind dabei mehr als nur Bilder – sie sind Reflexionen unserer digitalisierten Gesellschaft, visualisiert durch das Prisma des Surrealismus.

Der Surrealismus, eine Kunstbewegung, die in den 1920er Jahren entstand, zielte darauf ab, das Unbewusste freizusetzen und die Grenzen zwischen Traum und Realität aufzulösen. In Kriesels Werk findet diese Tradition eine zeitgenössische Fortsetzung. Seine „Fratzen“, die sich wie ein roter Faden durch sein Schaffen ziehen, erinnern an die verzerrten Figuren in Salvador Dalís Gemälden oder die rätselhaften Gestalten in Yves Tanguys Werken.

Das Moleskine-Skizzenbuch – aufgeschlagen

Interessanterweise lässt sich eine Verbindung zwischen Kriesels Arbeit und dem surrealistischen Kartenspiel „Jeu de Marseille“ ziehen. Dieses Tarot-ähnliche Deck, 1940-41 von André Breton und anderen Surrealisten im Exil geschaffen, ersetzte traditionelle Kartensymbole durch surrealistische Motive. Inspiriert von diesem Konzept, entwickelte Kriesel die Idee, sein eigenes Tarot-Deck zu gestalten. Dabei sollte sein Moleskine-Skizzenbuch als reichhaltiger Fundus für Figuren, Symbole und Archetypen dienen, die die Eigenheiten unserer digitalen Ära widerspiegeln.

In Kriesels Skizzenbuch offenbart sich eine Welt, in der absurd-verschrobene, mit feinen Linien gezeichnete Fratzen und Masken die Hauptrolle spielen. Diese Figuren sind nicht nur ästhetisch faszinierend, sondern fungieren auch als Zerrspiegel der zunehmenden Maskerade in unserer von sozialen Medien geprägten Gesellschaft. Sie verkörpern die Spannung zwischen authentischer Identität und digitaler Selbstdarstellung – in einer Zeit von KI und der Frage, was den Mensch von der Maschine abgrenzt.

Das Moleskine-Skizzenbuch – aufgeschlagen

Das Moleskine-Skizzenbuch ist mehr als nur ein Behältnis für Zeichnungen – es ist ein Artefakt des kreativen Prozesses. Jede Seite birgt wie ein Tagebuch die Möglichkeit, den Gedankengang und die Gefühlswelt des Künstlers nachzuvollziehen. Es ist ein Zeugnis der Zeichenwut und meditative Experimentierfreude, die Kriesels Arbeit charakterisieren.

Zur Edition „Surreale Visionen“ im Shop
Das Moleskine-Skizzenbuch – aufgeschlagen – Tarot Symbole

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